Beschreibung
In den Tiefen des Berges schlafen die Lebewesen ein: Menschen, Tiere, Haus- und Wildtiere, Beute und Raubtiere – alle treffen sich im Traum zu einer willkommenen Atempause.
In diesem gemeinsamen Raum verschmelzen Zeit- und Raumdimensionen miteinander und gehen ineinander über: Ein Flügelschlag dauert eine ganze Jahreszeit, die Bäume schöpfen ihren Saft aus dem Sternenlicht, die Stalaktiten wachsen zusehends... Die Verbindungen, die die verschiedenen Lebenszyklen miteinander verknüpfen, offenbaren sich – uralt und unerwartet. Es entsteht ein Dialog zwischen Musik und Zeichnung, der sich um die Frage der Zeit dreht, die sich auf beiden Seiten der Bühne entfaltet. Émilie Tarascou zeichnet vor laufender Kamera. Bleistifte, Pinsel, Feder, Kreide, Aquarellfarben, Tusche… Im Zuge des Fortschreitens des Strichs verwandeln sich die Landschaften und füllen sich mit lebhaften Schleifen. Was wird aus dieser Linie, die sich vor unseren Augen entfaltet? Umgeben von einem Dutzend elektroakustischer Instrumente kreiert Simon Kansara live eine Musik aus luftigen Loops,
die sich mit der Zeichnung weiterentwickeln. Gezupfte oder gestrichene Saiten, Blasinstrumente, Tasteninstrumente, Beats … Die vielfältigen Klangfarben verleihen den Zeichnungen ein immersives Flair und versetzen den Zuschauer in eine sanfte Trance.





